Bericht Basler Zeitung 24. Februar 2007

Im Volkshaus daheim

50 JAHRE WIEHLMYS

URS HOBI

Im Gundeli gegründet – im Kleinbasel gross geworden: D Wiehlmys können in diesem Jahr auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

Die Clique gilt als gewissermassen patentierter Kleinbasler Verein. Doch ihre Ursprünge liegen im Gundeldingerquartier, wo es vor 50 Jahren zwei Cliquen gab: die Gundeli und die Vereinigten Gundeldinger. Bei letzteren herrschte im Anschluss an die Fasnacht 1957 Zwietracht. Warum? Das lässt sich heute kaum mehr eruieren. Jedenfalls zogen rund 30 Männer bei den Vereinigten Gundeldingern aus; von diesem Schlag erholte sich die Clique nie und musste sich später auflösen. Den Lämpen rund um die Trennung ist auch die Namensnennung zu verdanken: «Die Wühler haben jetzt eine eigene Clique gegründet – nennt euch doch Wühlmäuse», heisst es in einem jener freundlichen Briefe, die bei derartigen Ereignissen jeweils ausgetauscht werden.

Die Wiehlmys konnten an der Fasnacht 1958 jedenfalls als vollgültiger Stammverein antreten, mit neun Pfeifern, sechs Tambouren und zwölf Vorträblern. Das wäre heute nicht mehr möglich. Die nunmehr geltende Qualifikations-Limite von 15 Pfeifern und Tambouren und 10 Vorträblern erfüllt die Clique heute spielend, ebenfalls die Vorgabe einer Jungen Garde. Diese machte 1970 ihre erste Fasnacht. Mit dem Buschinäscht hat man seit einigen Jahren einen Binggis-Zug. Und seit 1990 gibts auch eine Alte Garde. Die ersten Frauen wurden 1982 in den Stamm aufgenommen. Inzwischen werden die Wiehlmys von einer Frau präsidiert: von Claudia Neuenschwander. Unbestritten ist, dass sich die Wiehlmys in den vergangenen 20 Jahren von einer Clique mit eher bescheidenem Auftritt zu einem mächtigen Stamm mit guten Sujets entwickelt hat.

DREI-CLIQUEN-FEST. Eine eigene Geschichte ist jene der Stammlokale der Wiehlmys . Nach dem Gundeli-Auszug zog man zuerst ins «Fäldschlössli» am Spalenber g. Als dieses abgerissen wurde, wechselte man über den Rhein ins «Clara-Eck», in den «Leuen», in den «Gryffe», in die «Rebe» und schliesslich 1984 ins «Volkshaus». Dort ist man seither geblieben. D Wiehlmys

haben sich mit ihrem Umzug ins Kleinbasel als Clique der rechten Rheinseite profiliert, indem sie jeweils zusammen mit der

Rätz und der AGB das so genannte Drei-Cliquen-Fest organisieren.

www.wiehlmys.ch